Aktuell bin ich ziemlich beschäftigt damit, eine Überraschung für einen lieben Menschen zu planen. Dabei geht es um eine ziemlich große Sache – die hier natürlich nicht verraten wird, damit ich diese Überraschung nicht vorwegnehme, falls dieser Mensch da hier zufällig ließt.

Für diese Sache gibt es eine Menge zu planen, zu überlegen und leider manchmal auch ein bisschen zu lügen, damit es tatsächlich eine Überraschung bleibt. Ich weiß, lügen soll man nicht, aber in diesem Fall muss etwas verheimlichen sein. Das heißt natürlich, dass das Ganze mit ziemlich viel Arbeit verbunden ist.
Würde ich das Ganze für mich machen, hätte ich wahrscheinlich schon längst aufgehört. So viel Aufwand würde ich ja nicht betreiben, wenn es nur um mich geht. Für andere hingegen bin ich gerne bereit, Nachtschichten einzulegen, Geld auszugeben und mir viele Gedanken zu machen.

Schon komisch, oder?

Aber es gibt da diesen einen Moment, der mich die ganze Arbeit vergessen lässt und mir zeigt, warum ich mir das alles immer wieder antue: Der Moment, in dem die Überraschung stattfindet, die beschenkte Person nichtsahnend um die Ecke kommt, die Augen öffnet oder das Ergebnis zum ersten Mal sieht. Dieser Blick, der diese unerwartete Freude einfängt und die leicht glückliche Überforderung der Person ausdrückt.
In dem Moment fällt alles ab und ich kann mich wie ein kleines Kind darüber freuen.

Auch die Bibel steckt voller Überraschungen. Eine davon findet man in der Apostelgeschichte 12:
Petrus wird von König Herodes ins Gefängnis geworfen, angekettet und dauerhaft von vier Wachen beobachtet. In der Nacht, bevor er vorgeführt werden soll, tritt plötzlich ein Engel in die Zelle, stößt ihn an und spricht zu ihm. Und auf einmal fallen seine Ketten ab und er kann aus dem Gefängnis fliehen.
Was für eine unerwartete Überraschung!

Auch wenn wir nicht im Gefängnis stecken, fühlen wir uns momentan auch manchmal gefangen. Viele Freiheiten fehlen uns und wir sind in unserem Leben eingeschränkt. Trotzdem dürfen wir den Kopf nicht hängen lassen und weiter auf das Gute hoffen.
Und vielleicht wartet die nächste Überraschung auch schon auf uns…

 

Guter Gott,
wir danken dir für all die kleinen
und großen Überraschungen im Leben. 
Wenn uns das Leben manchmal zu dunkel wird,
erhellt eine Überraschung unseren Alltag.
Hilf uns, auch andere immer wieder zu überraschen
und ihnen eine Freude zu machen.
Amen.

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