Letztens war ich auf einem Konzert in Köln. Ich hab die Karten geschenkt bekommen und mich wahnsinnig gefreut.

Nicht nur auf den Musiker selbst, sondern auch auf das ganze Konzert-Feeling. Mit hunderten fremden Menschen, die alle zu der gleichen Musik feiern, einen Moment zu teilen, ist ein ganz besonderes Erlebnis für mich. Man ist für zwei, drei Stunden in der gleichen Welt, singt und schreit und tanzt zu den gleichen Lieblingsliedern und geht danach wieder seiner Wege.

Aber wie schön ist es, dass man eben mal kurz zusammen das Leben feiern kann? Und gemeinsam die pure Dankbarkeit für den Moment zu fühlen? Mein Erlebnis zeigt mir: Gemeinschaft kann man überall sein und Verbundenheit kann man immer fühlen.

Und ich freue mich schon auf das nächste Konzert.

Plötzlich denke ich: „Das habe ich doch auch schon mal woanders gehört!“ Es dauerte einen Moment bis mir einfiel, wo es war. Eine Freundin erzählte mir davon, dass sie regelmäßig jedes Jahr nach Taizé fährt und dass es ein tolles Erlebnis ist, dort mit vielen Menschen zu beten, zu singen, zu zelten und zu essen.

Und könnte nicht auch ein Gottesdienst hier bei uns im Ruhrpott ein solches Erlebnis sein?

Kurz zusammen sein, Gemeinschaft erleben, sich verbunden fühlen!

Warum erlebe ich das in Kirche nicht, oder nur selten? Oder warum gehe ich nicht mal dorthin, um zu testen, ob ich das erleben könnte?

Kannst du dich erinnern, dass du dich mal auf einen Gottesdienst gefreut hast? Oder dass du nachher ganz begeistert anderen davon erzählt hast?

“Von allen Seiten kamen die Jünger zusammen, um Jesus zu berichten, was und wo sie vom Reich Gottes erzählt hatten. Jesus zog sich mit den Jüngern zurück. Das Volk folgte ihnen an den einsamen Ort. Sie redeten miteinander und vergaßen darüber die Zeit. Jesus versorgte die 5000 mit dem was vor Ort da war – 5 Brote und 2 Fische – und alle wurden satt. Übrig blieben 12 Körbe voller Brot.” (Luk 9, 10-17)

Herr,
ich danke dir für die schönen Momente in meinem Leben,
für die Menschen, die mir nah sind und die mich hoffentlich immer begleiten,
aber auch für die Menschen, die mir in einem kurzen Moment ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Lass mich immer wieder Verbundenheit fühlen können
Und hilf mir, dass ich ein Teil davon bin anderen Menschen gute Momente zu schenken.
Amen.

 

„Da wollen wir hoch. Zu Fuß!“ – eine Freundin zeigte dabei auf die Bergstation am steil vor uns aufragenden Ätna.
„Das schaffe ich nicht! Ich komme da nicht mehr runter“, war mein erster Gedanke und war davon auch fest überzeugt.
„Doch das schaffst du. Von hier aus sind es nur etwa 600 Höhenmeter. Es sieht schlimmer aus, als es ist. Und den Weg zurück schaffst du dann auch.“
Wir waren extra für die Aussicht dorthin gefahren. Trotz Muffensausen wollte ich daher auch nicht kneifen.

600 Meter höher und drei Stunden später, nach einem Anstieg über steile Abhänge, die mit feiner Lavaasche bedeckt waren, auf der die Füße wegrutschten, waren wir endlich oben angekommen. Die Anstrengung hatte sich gelohnt, trotz aller Strapazen war es ein großartiges Gefühl, es geschafft zu haben. Die unwägbare Asche überwunden zu haben, nicht aufgegeben zu haben und den Weg das Ziel sein lassen. Die Entscheidung für den mühsameren Aufstieg zu Fuß und gegen die Seilbahn war es wert, auch wenn der holperige Abstieg noch bevorstand. Dank der Motivation vom Aufstieg habe ich auch den Abstieg gut überstanden.

Was wäre, wenn ich es gar nicht erst versucht hätte?
Wäre ich dann mit so einem guten Gefühl nach Hause gefahren? Hätte es zu Missmut zwischen meiner Freundin und mir geführt? Wahrscheinlich beides. Auf alle Fälle hätte ich nun nicht das Gefühl, auch Hürden nehmen zu können, die ich mir zunächst gar nicht zutraue.
Welche Konsequenzen Entscheidung für den einen und gegen den anderen Weg haben, können sind nicht immer vorauszusehen. Manche beeinflussen uns nur minimal, andere haben Konsequenzen für unseren ganzen Lebensweg.

Was wäre, wenn du dich an dem ein oder anderen Punkt deines Lebens anders entschieden hättest?
Beziehungen, Freundschaften, Lebensläufe … der Punkt, an dem du dich darin gerade befindest, hängt von vielen schon getroffenen Entscheidungen ab. Welche Ausbildung oder welchen Studiengang du gewählt hast. Welchen Personen du deine Zeit schenken möchtest. Wofür du dich einsetzt.

Was wäre, wenn Jesus sich entschieden hätte wegzulaufen, statt gekreuzigt zu werden? Wie sähe unsere Welt dann heute aus? Gäbe es christliche Werte? Wie würden wir miteinander umgehen?
Wenn wir das nächste Mal eine Entscheidung treffen müssen und nicht wissen, wohin uns der Weg führen wird, ist vielleicht Gott zur Stelle, wenn wir ihn darum bitten.

“Fehlt es aber einem von euch an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten; Gott wird sie ihm geben, denn er gibt allen gern und macht niemandem einen Vorwurf.” (Jakobus 1,5)

Herr,
stehe mir besonders bei
schwierigen Entscheidungen bei
und weise mir den Weg.

Ermutige mich, auch vor dem vermeintlich
steinigeren Weg nicht zurückzuschrecken,
um an den Herausforderungen zu wachsen
und gestärkt daraus hervorzugehen.
Auch wenn ich den leichteren Weg gewählt habe,
unterstütze mich in allem,
was zukünftige Kreuzungen für mich bereithalten.
Amen

Oftmals passieren Dinge im Leben, mit denen man nicht rechnet. Es kann eine Nachricht sein, die einen erreichen, ein Ereignis oder eine große Veränderung.

Es kann auch passieren, dass diese Dinge einen treffen und für kurze Zeit aus der Bahn werfen. Manchmal sind nahestehende Personen der Auslöser: Freunde, Bekannte, Familie. Vielleicht sind es ja sogar gute Nachrichten: Ein enger Freund will heiraten, zieht aber deshalb weit weg. Eigentlich ja was Schönes, aber irgendwie trifft es einen doch. Wurdest du auch schon mal von etwas getroffen?

Zu diesem Thema ist mir auf Anhieb ein Lied eingefallen, dass dem ein oder anderen nach so einem Treffer vielleicht sogar Mut machen könnte.

In dem Lied erzählt der Sänger davon, dass man sich von Rückschlägen nicht unterkriegen lassen soll. Manchmal ist es auch wichtig von alleine wieder aufzustehen (I’d love to give you wings, but babe you’ve got go grow them‘), weil man dadurch stärker wird. Und trotzdem kann man sich auf Freunde verlassen oder auf Leute, die einem helfen und/oder unterstützen, wieder aufzustehen („I wanna pick you up and put you in the clouds“).

In der Bibel gibt es auch jemanden, der sich von Rückschlägen nicht hat unterkriegen lassen: Hiob. Auch er wurde getroffen und war kurz davor aufzugeben, aber es hat sich alles zum Guten gewendet, auch wenn er nicht mehr daran geglaubt hat. (Hiob 1,3)

Wenn du auch in so einer Situation bist, in der du getroffen wurdest, dann gibt es Dinge, die einem in dieser schwierigen Zeit helfen. Wer oder was ist das für euch? Vielleicht ja sogar Gott, denn auch er kann einem Mut und Kraft geben weiter zu machen.

Herr
Du bist für mich da,
wenn etwas Ungeahntes passiert,
mich etwas aus der Bahn wirft
und ich nicht weiß, wohin.
Du bist ein Freund,
der mir hilft, wenn ich es nötig habe.
Hilf mir,
dieser Freund auch für andere zu sein
und ihnen bei ihren Rückschlägen zu helfen.
Amen.

Letztens hatten wir eine Praktikantin, der wir zeigten, was wir so alles hier in cross#roads machen. Nach einem Überblick über unser Tun haben wir uns entschieden, gemeinsam einen #betblog zu schreiben.
Als ich sie fragte, welcher Film, welches Buch oder Lied sie in der letzten Zeit beeindruckt hat, fiel ihr sofort das Buch „In die Wildnis“ ein, mit den Begriffen Trennung, Freiheit und Leben.

Das Buch wurde verfilmt. Hier kannst du den Trailer sehen.

Ein junger Mann gibt seinen Wohlstand auf, trennt sich von seinen Eltern, um seinem Traum von Freiheit zu leben und das pure Leben zu spüren.
So radikal können viele von uns das nicht umsetzen. Aber gerade ist für viele Urlaubszeit, vielleicht kann man es da im Kleinen leben.
Hast du schon mal für einen Urlaub etwas hinter dir gelassen? Was ist für dich Freiheit? Wo spürst du pures Leben?

Auch in der Bibel findet man eine ähnliche Geschichte.

Ein Vater hatte zwei Söhne. Eines Tages sagte, der Jüngere, dass er gerne seinen Erbteil hätte, um in die Welt zu ziehen und das Leben zu genießen. Der Vater gab dem Sohn den Erbteil und der Sohn zog los, ließ alles hinter sich, lebte sein Leben und genoss es in vollen Zügen. Eines Tages allerdings war das Geld aufgebraucht und im Land herrschte eine Hungersnot. Kurz vor dem Verhungern kam dem Sohn die Idee, dass es den Tagelöhnern bei seinem Vater besser ginge als ihm gerade. Mit diesem Gedanken kehrte er zu seinem Vater zurück. Dieser nahm ihn nicht als Tagelöhner, sondern als seinen Sohn wieder auf. (Lk 15, 11 – 32)

Somit ging die Geschichte in der Bibel besser aus als in dem Film. Schön, wenn man solch ein Vertrauen haben kann.

Herr,
schenke mir Klarheit,
damit ich erkennen kann,
wofür es sich für mich lohnt,
Dinge hinter mir zu lassen.
Gib mir den Mut,
mir die Freiheit zu nehmen,
um meine Träume zu leben.
Aber auch den Mut umzukehren,
wenn ich erkenne,
dass ich nicht mehr meinen Traum lebe
oder in eine Krise geraten bin.
Lass mich dankbar den Augenblick genießen
und erkennen, wie schön das Leben sein kann.
Amen.

Männer mit Hüten – hast du dir so Engel vorgestellt? Ich nicht. In „Der Plan“ sind es diese Männer mit Hüten, die so manches Mal den Plan wieder zurechtrücken. Einen Plan, der von jemand höherem geschrieben wird. Vielleicht Gott? Hat Gott für uns alle einen Plan, einen Weg, der für uns vorbestimmt ist?

Einerseits ist es eine sehr angenehme Vorstellung. Als Kind habe ich ganz fest daran geglaubt, dass schon alles so werden wird, wie Gott es für mich vorgesehen hat. Ich fühlte mich dadurch sehr sicher. Was sollte schon geschehen? Gott würde ja nichts Schlechtes für mich wollen. Gott würde für niemanden etwas Schlechtes wollen.

Was würde das allerdings mit unseren eigenen Plänen machen? Den Weg zu meinem Plan A habe ich schon in der Schule eingeschlagen. Die LK-Wahl, Bachelor und Master, alles war darauf ausgerichtet, den Menschen irgendwann dabei helfen zu können, gesund zu bleiben oder wieder zu werden. Aber ich habe auch meinen Plan B, ein kleines gemütliches Café mit ganz vielen Büchern zum Schmökern. Sicherlich existieren auch ein Plan C und D, wenn ich genau darüber nachdenke. Was aber, wenn das alles gar nicht meine Pläne sind, sondern jemand vorausgesehen und geplant hat, ob mein Leben weiterhin Plan A folgt oder irgendwann Plan B, C oder D übernehmen? Habe ich durch meine Entscheidungen einen Einfluss und kann, wie im Film, vom Plan abweichen?

Wir müssen bereit sein, uns von dem Leben zu lösen, das wir geplant haben, damit wir in das Leben finden, das auf uns wartet.
– Oscar Wilde

 

Hätte Jesus vom Plan abweichen können? Zu wissen, was kommt, mag ihm etwas Sicherheit gegeben haben, etwas Vorbereitungszeit. Er war sicherlich zwiegespalten, was das betrifft. Es hat ihn auch mit Furcht erfüllt. Dennoch ist er dem Plan seines Vaters gefolgt. (Mat 16, 21; Mat 26, 36-46)

Völlig unabhängig davon, ob es nun jemanden gibt, der für uns einen Plan vorgesehen hat oder nicht, gab es in meinem Leben schon Situationen, in denen ich mir sicher war, dass das jetzt nicht so geplant war – dass das Leben einfach in meine Pläne reingepfuscht hat. Vielleicht wurde genau in diesen Momenten ja auch der Plan wieder zurechtgerückt und das Leben wartet auf uns. In diesem Sinne „Planst du noch oder lebst du schon?“

 

 

Gott,
ob du für mich einen Plan vorgesehen hast oder meine Entscheidungen von mir ganz allein getroffen werden, begleite mich auf meinem Weg und halte die Hand über mich.
Gib mir die Kraft den Lauf des Lebens zu akzeptieren, was immer er für mich bereithalten mag.
Amen

Unser Gewissen: Segen oder Fluch?

 

Du kennst das wahrscheinlich auch: diese innere Stimme, die dich fragt, ob du wirklich die richtige Entscheidung getroffen hast oder ob du nicht in einer Situation anders hättest reagieren sollen.

Vor kurzer Zeit ging es bei mir darum, einen Urlaub mit mehreren Personen zu organisieren. Mein ursprünglicher Plan war wirklich, zusammen mit den anderen Leuten an einem Ort eine Unterkunft zu buchen. Aus verschiedenen Gründen wollte ich dies dann allerdings doch nicht mehr, als ich gefragt wurde, ob ich jetzt wirklich dabei bin. Bei dieser Frage habe ich die Chance ergriffen, nochmal zurückzurudern. Mich plagte danach allerdings ein schlechtes Gewissen.

Bei einer Recherche zu Hintergründen zum Gewissen, bin ich auf ein kindgerechtes Video zum Thema Gewissen gestoßen: https://www.youtube.com/watch?v=AwTesGoQLmI. Daraus können aus meiner Sicht auch Ältere etwas lernen: das Gewissen hilft uns dabei, zu erkennen, was unsere Überzeugungen sind.

So hatte ich in meiner Situation ein schlechtes Gewissen, da ich eigentlich eine Person bin, die zu ihren Zusagen steht. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass die anderen mir gar nicht so böse waren, wie ich gedacht habe: es war einfacher mit weniger Personen eine Unterkunft zu finden. So war mein schlechtes Gewissen quasi „umsonst“; hat mir aber gezeigt, was eine meiner Werte ist.

Bereits zu früheren Zeiten kannten die Menschen ein schlechtes Gewissen. David und Saul waren zu jener Zeit Feinde. David hatte sich in einer Höhle versteckt. Als Saul dieser Höhle nahekam, schnitt David ihm heimlich einen Teil seines Mantels ab. So ganz zufrieden war David mit dieser Entscheidung jedoch nicht, da ihn ein schlechtes Gewissen plagte (1. Sam 24, 3-6).

Das Gewissen meldet sich ja nicht immer im Nachhinein. Vielleicht hast du auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass es bei Entscheidungen hilfreich sein kann. So kann man sich für die Option entscheiden, bei der sich das schlechte Gewissen nicht meldet. Wie viel „Macht“ du deinem Gewissen zusprichst, entscheidest aber du allein!

Guter Gott,

danke, dass du mir zur Seite stehst,

wenn ich eine Gewissensentscheidung treffen muss.

Ich möchte dafür beten,

dass du mir auch in Zukunft bei diesen Entscheidungen zur Seite stehst.

Amen.

 

 

Lieb‘ doch wen du willst!

Dieser #betblog steht ganz im Zeichen der Liebe, Akzeptanz und Stolz.

Der Juni wird bunt und das liegt nicht nur an den leuchtenden Blumen und der hellen Sonne. Bald sieht man wieder in vielen Städten Regenbogenflaggen – der CSD kommt.

Für viele ist die Abkürzung CSD besser bekannt als Christopher Street Day – oder Pride Parade, der an verschiedenen Tagen in Städten auf der ganzen Welt gefeiert wird. Demnach ist es der Monat, in dem Leute in ihrer Liebe zu sich und anderen stehen, sich keiner wegen seiner Sexualität verstecken muss und man zelebrieren kann, dass man eben lieben kann wen man will – völlig geschlechtsunabhängig.

Denn wenn man es ganz genau betrachtet, geht es im Endeffekt um die Liebe. Und dabei ist es völlig egal welcher Sexualität man angehört – ob hetero- , homo-, bi- oder asexuell.

Und das hat auch der Sänger in diesem Lied begriffen.

 

Der Sänger bezieht sich in dem Lied auf eine spezielle Liebe; die Liebe zu dem gleichen Geschlecht und zu dem anderen Geschlecht. Er sagt, dass man sich nicht aussuchen kann, wen man liebt („Love is not a choice“)  und dass es wichtig ist, es nicht zu verstecken. Außerdem ist es wichtig sich selbst zu lieben, auch wenn es manchmal schwer fällt, denn wenn man mit sich im Reinen ist, ist es viel leichter auch mit anderem in Reinen zu sein.

„Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst.“ Genau das steht im  Alten Testament, Leviticus 19,18 und ist sogar eins von nur 10 Geboten.

Denn im Endeffekt ist es egal, ob man hetero- oder homosexuell ist oder als Transgender oder Non-Binary lebt. Zu lieben und andere lieben zu lassen wen sie wollen, das tut keinem weh.

 

Herr, hilf uns,
dass wir erkennen,
wen wir lieben und auch zu unserer Liebe zu stehen.
Lass es möglich werden,
dass wir uns über die Liebe, egal welcher Art,
für andere Menschen freuen,
die Paare in ihrer Liebe unterstützen und anerkennen.
Amen.

In vier Wochen treffe ich mich mit einer alten Freundin, in sechs Wochen bin ich zu einem runden Geburtstag eingeladen, bald steht eine große Hochzeit an, die erste in diesem Jahr ist schon vorbei und dazwischen liegen immer diese kleinen Termine. Termine, die auch bereits Wochen im Voraus geplant werden, weil sonst wieder Pläne dazwischen kommen – bei mir und Freunden. Heute, morgen, übermorgen irgendetwas steht immer schon im Kalender.

Ein spontanes Treffen einplanen? Das ist fast ein Ding der Unmöglichkeit, auch für viele um mich herum. Einfach mal gemütlich das Wochenende verbringen und sich am Tag entscheiden, was man eigentlich so machen möchte. Fehlanzeige! Der Kalender gibt Planungssicherheit, macht Zeit jedoch zu einem kostbaren Gut.

„Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit“ (Prediger 3, 1)

 

Ein bisschen ungeplante Zeit zum…

 

…Eis essen gehen
…Sonne im Park genießen
…ans Wasser fahren
…Abend im Kino verbringen
…Picknick machen
…Freunde besuchen

…wieder mal Kind sein
…Besuch bekommen
…Ausflüge machen
…Erinnerungen sammeln

…Waldspaziergang machen
…das wünsche ich mir.

 

Zeit für unverplante Zeit in den Kalender eintragen. Zeit für die Geschehen unter dem Himmel freimachen, die nur spontan geschehen können. Ein bisschen dieses wertvollen Guts aufsparen

…das sollte ich mir erlauben.

 

Erinnere mich immer wieder daran, wie kostbar Zeit doch ist, wie wichtig es ist sie mit glücklichen Erinnerungen zu füllen, Zeiten der Traurigkeit und der Unausgeglichenheit gut zu überwinden und sich einzulassen auf Ungeplantes.

“Meine Zeit steht in deinen Händen” (Psalter 31, 16)

Oh Mann oh Mann, da läuft schon wieder dieser ätzende Song – unerträglich.

Kennst du das auch?
Da gibt es diesen Song, der zu oft im Radio läuft, die Sängerin mit der fürchterlichen Stimme, der Song mit dem blöden Text oder der Song, den du einfach zu oft gesungen hast.
Und trotzdem fällt mir bei der geilen Aktion vom Bund der katholischen Jugend (BDKJ), der 72 Stunden Aktion genauso ein Song ein:
„Flinke Hände, flinke Füße, wache Augen, weites Herz, Freundschaft, die zusammen hält, so verändern wir die Welt.“

Vielleicht sagt da jemand, alter Song, wiederholte Aktion, typisch katholisch… – aber ist es nicht irre, dass Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit flinken Händen und Füßen aktiv werden, ihr Herz weiten und Projekte für andere verwirklichen, um die Welt ein wenig besser zu machen?
Und da gibt es dann noch Eltern, Verwandte, die Gemeinde oder den Stadtteil, die als Unterstützer aktiv werden. Vielleicht bist du ja auch ein Teil davon und wenn nicht, vielleicht kannst du es ja bis Sonntag noch werden. In Essen, im Bistum und in ganz Deutschland wird geackert. Meistens laufen die Aktiven in grünen T-Shirts rum. Frag einfach, ob du helfen kannst oder mache ein Foto mit Daumen hoch und poste es mit #72stunden.

Klar, ist dies eine ganz typisch katholische Aktion, denn Jesus sagt schon in der Bibel: Was ihr dem geringsten meiner Brüder tut, dass habt ihr mir getan.“ , – also echte Nächstenliebe.
Aber nach neuesten Studien ist es auch so, dass Menschen, die sich für andere engagieren länger leben.

 

Herr, schenke allen,
die Nächstenliebe leben,
Kraft und Energie,
damit sie sich weiter für andere engagieren.
Hilf den Menschen,
die Unterstützung benötigen,
dass sie hilfreiche Hände finden.
Schenke uns allen die Einsicht,
dass es sich immer lohnt
auch kleine Schritte für eine bessere Welt zu tun.
Amen.

Magst du es genauso gerne, wie ich, zu verreisen und neue Orte zu entdecken?

Für mich hat Reisen etwas Magisches. Neue Orte, ob Stadt oder Natur, zu erkunden, finde ich immer wieder aufs Neue sehr aufregend. Wann immer ich also die Zeit habe, fahre ich am liebsten irgendwo hin, um etwas Neues zu erleben und aus dem Alltag rauszukommen.

Kennst du jedoch auch das Gefühl, dass das Reisen manchmal zu anstrengend wird, wenn man zu viele neue Orte auf einmal entdecken möchte? Manchmal habe ich nämlich das Gefühl, dass ich alle neuen Eindrücke gar nicht auf einmal aufnehmen kann. Auch wenn ich gerne super viele Orte auf einmal entdecken würde, sollte ich mich manchmal mehr zurücknehmen, sodass ich mehr davon habe.

Es gibt auch einfach so viele Songs, die Lust aufs Reisen machen und diese Sehnsucht bestärken, wie dieser Klassiker:

Die Bibel wirkt an manchen Stellen auch als eine Art Reiseführer mit den detaillierten Beschreibungen verschiedener Orte. Eigentlich ist es sehr erstaunlich, dass schon die Leute der damaligen Zeit, das Reisen kannten, auch wenn es viel beschwerlicher war als heutzutage. Langsameres Reisen kann eine Reiseerfahrung jedoch vollständig verändern. Probiere es bei deiner nächsten Reise vielleicht mal aus und packe deine Tage nicht schon im Vorhinein so voll, sondern lasse dich treiben und genieße die Momente.

Guter Gott,

danke, dass ich die Möglichkeit habe, zu verreisen und neue Orte zu entdecken.

Danke, dass du dabei immer an meiner Seite bist.

Lasse mich bei meiner nächsten Reise, die Momente einfach genießen.

Amen.