Letztens hat mich ein Post zum Lachen gebracht:

Kurze Zeit später bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob dieser Spruch wirklich zum Lachen ist.
Mir geht es auch so, dass ich gerne viel über Leute wissen möchte, die ich neu kennen lerne. Aber auch bei Freunden ist es mir wichtig zu wissen, wie es ihnen geht und was in der nächsten Zeit so anliegt. Manchmal erwische ich mich auch in Kontaktpausen, die mir zu lang sind, dass ich die sozialen Medien nutze, um meinen Wissensdurst zu löschen.
Ist das noch Interesse? Oder fängt da eventuell schon Stalking an?

Genauso erging es mir mal mit einem Chef. Er fragte mich, wann ich was und wie viel arbeitete. Anfangs hatte ich den Verdacht, er wolle mich kontrollieren, doch es stellte sich heraus, dass er seiner Fürsorgepflicht nachkam, weil er befürchtete, dass ich zu viel arbeitete und zu wenig Pausen machte.

So ist es mit Gesetzen und Regeln. Oft kann man sie für den Menschen nutzen, aber es ist auch immer möglich, sie gegen Menschen zu verwenden.
Eins der 10 Gebote heißt „Du sollst den Sabbat heiligen.“ Als Jesus einen Gelähmten am Sabbat heilte und ihn aufforderte, seine Liege zu nehmen und zu gehen, bekam erst der Geheilte Ärger von Gläubigen, weil das Liegetragen an einem Sabbat nicht erlaubt war. Auch Jesus feindeten sie später an, weil er an einem Sabbat einen Menschen heilte und arbeiten am Sabbat verboten war. (Joh 5, 1-18)

Worum ging es den Gläubigen? Hatten Sie Interesse am Geschehen oder am Wirken Jesus, oder ging es ihnen um Kontrolle und Macht?

Herr,
Interesse an mir und meinem Leben
ist ein Geschenk.
Geschenke kann man annehmen oder ablehnen,
Lass mich erkennen,
welche Geschenk ich annehmen möchte
und den Mut haben andere abzulehnen.
Hilf mir,
dass auch ich meinem Mitmenschen
Interesse schenke
und mit möglicher Ablehnung gut umgehe.
Amen.

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