#betblog – “Na selbstverständlich!”

In den letzten Wochen musste ich mehrmals feststellen, dass das was ich für selbstverständlich gehalten habe, nicht immer, überall und für jeden selbstverständlich ist. Fließendes Wasser aus der Leitung ist sicherlich für die allermeisten von euch ebenso selbstverständlich wie für mich. Bis zu einer Wohnungsbesichtigung vor geraumer Zeit war es für mich auch absolut selbstverständlich, dass es in Mietshäusern doch zumindest die Möglichkeit geben muss irgendwo im Haus eine Waschmaschine oder einen Backofen anzuschließen. Doch in dieser Sache wurde ich eines Besseren belehrt. Ich erwarte, dass ich mich auf meine Familie verlassen kann und es ist für mich selbstverständlich auch für sie da zu sein.

Manchmal werden diese Selbstverständlichkeiten allerdings in Frage gestellt oder auch völlig über den Haufen geworfen – sei es durch eine unerwartete Frage, durch Streitigkeiten oder einfach, weil sich die Situation verändert hat. Kennst du solche Situationen? Musstest du auch schon einmal deine Gewohnheiten ändern, weil du vielleicht in eine WG gezogen bist und dich anpassen musstest? Was hältst du für selbstverständlich?

Es kann auch etwas Gutes mit sich bringen, wenn etwas, was als selbstverständlich galt, plötzlich über den Haufen geworfen wird. Obwohl es eigentlich nicht mehr möglich hätte sein sollen, durfte sich Sara doch in hohem Alter noch über ein Kind freuen. Diese Nachricht hat das Leben von Sara und Abraham sicherlich ganz schön auf den Kopf gestellt, allerdings auf positive Art und Weise (Gen 17).

Herr, so manche Dinge sind für mich selbstverständlich, für andere ist dies nicht immer der Fall. Lass mich offen für die Fragen und Anregungen anderer sein und hilf mir dabei meine Erwartungen zu reflektieren und zu lernen. Stütze mich auch, wenn ich Änderungen in dem, was ich für selbstverständlich gehalten habe, akzeptieren und mich mit ihnen arrangiere muss.

Amen