„Schon wieder dieser Song!“, denke ich. Meine Schwester spielt ihn in diesem Urlaub dauernd. Genervt frage ich sie, ob es nicht langsam mal gut sei. „Warum sollte ich
einen anderen Song spielen“, sagt sie. „Es ist der beste Song auf der ganzen Welt!“

Hast du auch etwas, wovon die nicht genug bekommst? Etwas, was du immer wieder tun kannst?

Mir geht es so, dass ich schon seit Jahren immer mit dem gleichen Freund montags in die Kneipe gehe. Eine echt liebgewonnene Gewohnheit.
Nun macht die Kneipe montags Ruhetag. Eine Chance für was neues – sagen viele.
Für uns jedoch der Verlust von etwas Optimalem.

Manchmal muss man etwas hinter sich lassen, so wie der eine Sohn im Gleichnis vom verlorenen Sohn. Er lässt sich von seinem Vater das Erbe auszahlen und zieht in die weite Welt. Nach dem sein Erbe verbraucht ist, er in schlechten Verhältnissen lebt, stellt er fest, wie gut es selbst die Arbeiter bei seinem Vater haben. So kehrt er reumütig zu seinem Vater zurück, der ihm freudig wieder aufnimmt. (Lukas 15, 11-32)

Jetzt könnte man sagen: „Oh Mann, wie blöd war der denn, dass er das gute Zuhause überhaupt verlassen hat!“
Aber ist es nicht so, dass wir verpflichtet sind etwas zu verändern, etwas zu wagen, wenn wir in der jetzigen Situation zweifeln, ob es das Optimale ist?

 

Herr, gib mir den Mut und die Kraft,
Situationen zu verlassen,
mit denen ich nicht glücklich bin.
Lass mich erkennen,
wenn mir etwas wirklich Gutes begegnet und mich dann dankbar dafür sein.
Amen.

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