Kennst du das, wenn du ständig Prioritäten setzen musst und irgendwann gar nicht mehr weißt, warum du welche Prioritäten gesetzt hast?

Aktuell habe ich ständig das Gefühl, dass ich immer Prioritäten setzen muss, da der Tag gar nicht so viele Stunden hat, wie ich eigentlich gerne haben würde. So frage ich mich an manchen Tagen abends: Habe ich die richtigen Prioritäten gesetzt? Hätte ich nicht vielleicht doch dieses oder jenes machen sollen/ können?

Zeit ist definitiv ein sehr wichtiges Gut, das wir haben. Daher finde ich, dass wir damit weise umgehen sollten. Es bringt jedoch auch nichts, ständig nur darüber nachzudenken, ob man die Zeit richtig nutzt. Dies ist doch auch kein Leben! Beim näheren Nachdenken über dieses Thema ist mir eingefallen, dass vor einigen Jahren mein Lebensmotto „Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“ war.

Diesen Satz finde ich eigentlich immer noch passend. Zugegebenermaßen lebe ich nicht vollständig danach. Das wäre vielleicht auch realitätsfern. Wahrscheinlich habe ich zu viele Träume, als dass ich alle gleichzeitig leben könnte. So muss ich Prioritäten setzen. Am Ende des Tages kommt es aus meiner Sicht gar nicht darauf an, dass ich alle Träume gleichzeitig erfülle. Es ist vielmehr wichtiger, dass ich mit meinen Entscheidungen im Nachhinein zufrieden bin.

Dies kann ich für mich persönlich im Großen und Ganzen bejahen. Wie geht es dir?

Bereits die Jünger haben irgendwann festgestellt, dass sie durch eine stetige Zunahme der Gläubigen nicht mehr alle anfallenden Aufgaben allein übernehmen können. Sie haben Prioritäten gesetzt und die Aufgaben besser verteilt, sodass sie sich dem Wesentlichen widmen konnten (Apg 6, 1-7).

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