Letztens saß ich mit einem Freund in der Kneipe und er erzählte mir, wie er es sich 2020 schön machen wird.
Da fielen dann Urlaubsziele: Bangkok, Madrid, Barcelona, Amsterdam, Mallorca und Berlin.

Und bei mir?

Ich frage mich gerade nicht, wohin ich reisen soll oder ob ich das Geld habe, sondern mit wem?

Vor wenigen Wochen hat sich mal wieder eine Reisegruppe erledigt, weil die eine schwanger ist und andere Dinge anstehen, weil der andere eine neue Freundin hat, die kein anderer von uns mag und weil unser Traumpaar mal lieber alleine einen Pärchenurlaub machen möchte.
Mir ist schon klar, dass sich das Leben verändert und eigentlich finde ich es auch gut so. Aber an genau in dieser Situation des Lebens macht mir die Veränderung echt Schwierigkeiten. Klar, es gibt für jedes Problem eine Lösung. Doch manchmal sind die unterschiedlichen Lebenswege, die wir so einschlagen schon eine Herausforderung. Vor allem dann, wenn man sich so fühlt als wenn man übrig geblieben wäre, weil alle anderen  – gefühlt – schon eine Schritt weiter sind.

 

Jakob will Jahre nach dem er sich nach einem Streit von seinem Bruder getrennt hat wieder zu ihm zurück. Auf dem Weg erfährt er, dass sein Bruder ihm mit 400 Männern entgegenkommt. Jakob bekommt Angst. Er betet zu Gott und bittet um dessen Unterstützung. So ganz vertraut er aber nicht auf Gottes Beistand. So teilt er seine Tiere und Knechte auf, damit die Chance besteht eine Hälfte des Besitzes zu retten.
Nachdem er seinem Bruder vier Vorgruppen entgegen geschickt hat, um ihn milde zu stimmen, bringt er seine Familie in Sicherheit und zieht sich dann alleine zurück. In der Nacht wird er angegriffen. Keiner der beiden konnte gewinnen. Jakob erkannte, dass er mit Gott gerungen hat und dass Gott ihm ein Zeichen geben wollte. Mit Gott an seiner Seite kann er stark und mutig sein und ist gewappnet für alle Situationen, die auf ihn zukommen.

 

 

Herr, schenke mir den Charakter,
den Mut und die Stärke
aus dieser für mich schwierigen Situation
etwas Gutes zu machen –
nicht nur für mich,
sondern auch für die Menschen,
die mit mir auf dem Weg sind.
Schenke mir die Zuversicht,
das Gottvertrauen,
dass sich alles schon finden wird.
Amen.

 

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