„Corona ist mir komplett egal, ich bin viel zu jung für die Risiko Gruppe“.
Diesen Satz lese ich zu Hauf in den sozialen Netzwerken. Aber wer schreibt so etwas? Wer meint so etwas ernst? Erstaunlicherweise genau die Leute, die sich vor zwei Monaten über den Satz aufgeregt haben:
„Also der Klimawandel ist mir egal, ich bin so alt, den erlebe ich eh nicht mehr mit.“

Wir alle erleben in diesen Tagen Einschränkungen. Wir alle müssen auf viele alltägliche Aktivitäten verzichten. Aber vor allem eines müssen wir machen: Rücksicht nehmen. Uns gegenseitig unterstützen. Es gibt so viele Nachbarschaftshilfen, bei denen jung für alt einkauft. Und genau so etwas bereitet mir Hoffnung. Vielleicht ist „Die Menschheit“ gar nicht einmal so schlecht. Vielleicht lernen wir aus dieser schweren Krise, welche nicht nur unsere Wirtschaft, sondern jeden von uns persönlich angreifen wird.

In einem der vergangenen #betblogs kam folgender Spruch schon einmal vor:

Heute passt dieser Spruch um so besser. Wir dürfen nicht uns Sorgen darüber machen, was morgen kommt. Wir müssen, um uns seelisch nicht zu sehr zu zerstören, im Hier und Jetzt leben. Natürlich hat jede*r Zukunftsangst, aber das ist gerad jetzt normal. Man kann darüber mit Freunden und der Familie reden. Man kann versuchen, als positives Beispiel vorauszugehen. Mir hat sehr geholfen, weiter meinen Tag strukturiert zu leben, nicht vom Gewohnten abzuweichen. Man kann sich einen neuen Alltag schaffen. Bevor man anfängt zu arbeiten, vielleicht zehn Minuten spazieren gehen, quasi “zur Arbeit gehen”. Zu gewohnten Zeiten Mahlzeiten zu sich nehmen. Dem allem eine Normalität geben.

Die Unwissenheit macht uns fertig; wir müssen vertrauen.
Schon in der Bibel steht: “Sie sind das über alles geliebte Kind vom Allmächtigen, dem nichts unmöglich ist” (Jeremia 32:27). Auch in Mose wird diese Aussage, sehr passend zum jetzigen Zeitpunkt, bestätigt: “Sie sind das über alles geliebte Kind vom größten Arzt im Universum” (5. Mose 7:15)

Wir können alle nicht wissen, was morgen geschieht. Aber ich bin mir sicher, dass wir alle daraus lernen werden.
Wir werden uns gegenseitig alle bestärken. Und wir sind niemals ganz alleine. Auch wenn wir niemanden neben uns zum Reden haben, haben wir immer noch Gott an unserer Seite – oder Freunde und Familie am Telefon.
Also machen wir das beste draus!

Guter Gott,
meine Gedanken sprudeln nur so über, es sind so viele neue Eindrücke,
welche ich in den letzten Tagen verarbeiten muss.
Bitte hilf mir und allen anderen Menschen,
egal in welchem Land und in egal welcher Lage,
diese schwierige Situation zu meistern.
Aber unterstütze vor allem die Menschen,
welche sich um andere kümmern.
Die teilweise ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, um andere zu retten.
Lass uns alle als eine starke Gemeinschaft ohne große Verluste aus dieser Situation heraus gehen.
Amen

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