Vor einigen Monaten habe ich an einem Bahnhof folgende Werbung gesehen:

 

Damals fand ich diese Gegenüberstellung einfach sehr amüsant und hielt sie für eine gute Werbestrategie der Deutschen Bahn. Jetzt, einige Monate und den Ausbruch einer Pandemie später, musste ich noch einmal an diese Werbung denken. Dieses Jahr ist wie kein anderes geprägt von Reisewarnungen, abgesagten Flugreisen und Urlauben in Deutschland. Vielleicht ist es da gar nicht so schlecht, die Sehenswürdigkeiten anderer Länder auch in Deutschland zu suchen.

Bei mir hat die aktuelle Situation auf jeden Fall zu einem Umdenken geführt. Auf meiner Reiseliste standen bisher die großen Weltstädte: Paris, New York, Sydney, Barcelona. Jetzt schleichen sich auch immer kleine, deutsche Städte dazwischen: Bamberg, Erfurt, Lüneburg, Heidelberg. Alle diese Städte bieten eine breite Auswahl an schönen Gebäuden, traumhaften Altstädten und anderen Sehenswürdigkeiten. Muss es also immer der lange Flug sein, um etwas Neues zu sehen? Manchmal reicht es, seine Perspektive zu ändern und sich auf das zu konzentrieren, was im nahem Umfeld zu finden ist.

Oft führt ja ein Ereignis zu einem Perspektivwechsel. Das ist wie mit dem Zöllner Zachäus in der Bibel (Lk 19, 1-10). Seine Begegnung mit Jesus führt nicht nur zu einem buchstäblichen Perspektivwechsel, bei dem er auf einen Baum klettert, sondern auch zu einem Umdenken bei ihm. Er wird sich bewusst, was er hat und was er damit alles erreichen kann.
Vielleicht ist das ja mit der aktuellen Zeit genau so.

Gott,
in der heutigen Zeit müssen wir manchmal umdenken.
Manchmal sehen wir nur die Niederschläge:
Absagen, Ausfälle, Probleme.
Hilf uns, eine neue Perspektive zu bekommen 
und schenke uns Weitsicht, damit wir
das Gute in unserer Nähe erkennen können.
Amen.

 

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